Erst als Nebel sich auflöste, trafen die Roten Teufel

Nations League

Michy Batshuayi auf dem Weg zum 2:0. Die Alternative zu Romelu Lukaku tat das, was man von ihr erwartete: Tore schießen. | Foto: belga

In ihrem dritten Spiel der Nations League hat die belgischen Fußballnationalmannschaft am Donnerstag in Brüssel gegen Island einen verdienten, aber mühsamen 2:0-Sieg eingefahren. Zweifacher Torschütze in der zweiten Halbzeit war Michy Batshuayi.

Von Jürgen Heck

Der Sieg gegen die Wikinger geriet zwar nie ernsthaft in Gefahr, aber die Partie war mit Sicherheit keine Glanzleistung. Wenn die Schützlinge von Nationaltrainer Roberto Martinez am Sonntag in Luzern der Gruppensieg sicherstellen wollen, muss eine Leistungssteigerung her.

Belgien 2:0 Island

Los ging es mit einer Auszeichnung von Verbandspräsident Albert Liénard für Axel Witsel, der am Donnerstag sein 100. Länderspiel absolvierte.

Nicht auf ihre Kosten kamen die 30.000 Zuschauer im König-Baudouin-Stadion in den ersten 45 Minuten der Begegnung. Im letzten Heimspiel des Jahres gab es nach einem Zusammenspiel zwischen Thorgan und Eden Hazard zwar bereits nach fünf Minuten erste Torgefahr, doch die Aufgabe gegen die dicht und tief gestaffelten Isländer erwies sich als besonders undankbar.

80 Prozent Ballbesitz in den ersten 15 Minuten: Belgien bestimmte das Spiel, doch es war eine sterile Dominanz. Als Michy Batshuayi in der 17. Minuten mit einem Flachschuss den Pfosten traf, schien die Zeit reif für den Führungstreffer. Doch die Roten Teufel ließen im aufsteigenden Herbstnebel Tempo und Präzision vermissen.

Das kam den offensiv völlig harmlosen Gästen entgegen. Und wenn sich den Platzherren kleinere Chancen boten, war Torsteher Halldarsson zur Stelle. Da auch ein Missverständnis in der belgischen Hintermannschaft kurz vor dem Seitenwechsel ohne Konsequenzen blieb, hieß es zur Pause noch immer 0:0.

Selbst in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit stellte sich keine deutliche Besserung ein. Es gab zwar den Versuch, schneller zu spielen, doch plötzlich hatte Island etwas mehr vom Spiel und Thibaut Courtois hatte in der 55. Minute seinen ersten, wenn auch risikoarmen Einsatz.

Flanke von Eden Hazard vorentscheidend für belgischen Führungstreffer

Als sich dann allmählich der Nebel hob, lag plötzlich doch ein Tor in der Luft, aber Mertens‘ Freistoß prallte nur gegen das Aluminium, (61.)

Vier Minuten später knackte Batshuyai dann endlich den Wikinger-Riegel. Eine starke Flanke von Eden Hazard verlängerte Thomas Meunier zur Sturmspitze, die das Leder ins leere Tor beförderte, 1:0.

Die Roten Teufel zeigten nun mehr Spielfreude und im isländischen Strafraum war zwischenzeitlich Belagerungszustand angesagt. Trotzdem kam Island dem Ausgleich in der 78. Minute sehr nahe, doch mit gemeinsamen Kräften wurde Gudmundsson am Einschießen gehindert.

Auch das 2:0 ging auf das Konto des „Batsman“. Eine Direktabnahme des eingewechselten Hans Vanaken konnte Halldarsson in der 80. Minute nur abklatschen und der im Verein nicht sehr glückliche Valencia-Angreifer staubte erfolgreich ab, 2:0.

Eden Hazard leitete den Führungstreffer ein.

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