Aufstiegsambitionen treffen auf Abstiegsängste

3. Provinzklasse D

Der FC Büllingen (Janosch Meyers in grün) bekommt es mit Faymonville zu tun. Dylan Kohn (r.) und St.Vith empfangen Ster-Francorchamps B. | Foto: Ralf Schaus

Der (planmäßig) 28. Spieltag dieser Saison in der 3. Provinzklasse D steht ganz im Zeichen „oben gegen unten“. Bis auf St.Vith, das mit Ster-Francorchamps B eine Mannschaft aus dem Mittelfeld zu Gast hat, spielen alle Meisterschaftskandidaten gegen Teams aus dem Abstiegskampf.

Der KFC Rocherath hat sich am Donnerstag durch den 7:1-Kantersieg gegen Limbourg zum großen Favoriten auf den Titel „geballert“. Nun sind die Rocherather erstmals seit August 2018 wieder alleiniger Tabellenführer, mit drei Punkten und zwei Siegen Vorsprung auf Lontzen. Das bedeutet: Aktuell würde Lontzen nicht mal ein Sieg im direkten Duell helfen.

Die Konkurrenten müssen also auf einen Patzer des KFCR hoffen und werden morgen Nachmittag dem USFC Elsenborn die Daumen drücken. Tayfur Demirkazan und Co. arbeiten seit Wochen daran, den Klassenerhalt endlich in trockene Tücher zu bringen. Doch die jüngste Niederlage gegen Limbourg war ein herber Rückschlag, denn das Tabellenende ist dadurch näher an die Elsenborner herangerückt. Für Rocherath wäre ein weiterer Sieg der neunte in Folge. Eine Serie von zehn Siegen schaffte zuletzt Kelmis B in der Saison 2016-2017.

Der FC Welkenraedt ist bereits heute Abend in Bütgenbach zu Gast. Seit zwei Spielen sitzt Charles Ernotte, Ex-Trainer von Rocherath und Büllingen, auf der Trainerbank in Welkenraedt. Bislang durfte er einen Sieg feiern und ging einmal mit leeren Händen vom Platz. Allerdings kassierte seine Mannschaft sieben Tore. Drei Punkte hat aber nicht nur die abstiegsbedrohte Ernotte-Elf nötig, sondern auch der FC Bütgenbach, der in den vergangenen Wochen aus der Endrundengruppe gefallen ist. „Das Spiel gegen Welkenraedt ist unser letzter Strohhalm“, stellt Trainer Guy Putters klar. „Wenn wir da nicht gewinnen, wo dann?“

Welkenraedt ist eines von drei Teams, die 18 Punkte auf ihrem Konto haben und nur durch ihr Torverhältnis getrennt sind. So hat Welkenraedt aktuell die besten Karten. Limbourg und Büllingen werden lediglich durch ein einziges Tor getrennt. Der FC Büllingen sollte es also vermeiden, gegen Faymonville zu viele Gegentreffer zu kassieren, und hofft gleichzeitig auf die Offensivstärke eines Pierre Schmitz beim KSC Lontzen.

Denn die Lontzener sind in Limbourg zu Gast, das unter der Woche in Rocherath gleich sieben Mal den Ball aus dem Netz fischen musste.

Der RFC St.Vith steht derweil vor einer dicken Englischen Woche. Dem morgigen Heimspiel gegen Ster-Francorchamps B folgen die Auswärtsaufgaben in Bütgenbach (Donnerstag) und Faymonville (nächsten Sonntag). „Das wird die Woche der Wahrheit“, weiß Trainer Dirk Willems um die Bedeutung der kommenden Tage. (tf)

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