Jean-Michel Lex starb auf dem Weg zur Klimademonstration

Trauer

Jean-Michel Lex in seinem Bio-Garten | Foto: Ge-Archiv

Jean-Michel Lex starb an einem Herzinfarkt auf dem Weg zu einer Klimademonstration. Der Beyberger hatte sich vor allem durch seine Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung einen Namen gemacht. Er hatte bspw. Projekte wie Rcycl und Téléservice aus der Taufe gehoben.

Als Lehrer am Eupener Robert-Schuman-Institut hatte er Initiativen zur Ausbildung von Schülern für nachhaltige Entwicklung vorangetrieben. Gemeinsam mit den Jugendlichen hatte er u. a. ein Abfallsortiersystem in 60 verschiedenen Behältern entwickelt. Eine Schülerdelegation aus Eupen reiste zur COP23 nach Marrakesch, um dort ihr Fachwissen auszutauschen. Auf lokalpolitischer Ebene war der 67-Jährige für Ecolo aktiv.

In seinem 3.000 Quadratmeter großen Garten züchtete er biologisches Obst und Gemüse, sodass er bis zu 80 Prozent des Eigenbedarfs für einen Vierpersonenhaushalt decken konnte. Nicht nur aus Liebe zur Natur, sondern auch um den ökologischen Fußabdruck zu schmälern und die Armut in der Welt zu bekämpfen, war es sein Ansinnen, so selbstständig wie möglich in der Nahrungsmittelproduktion zu sein. Er war verheiratet, Vater von zwei Kindern und erst kürzlich in den Ruhestand getreten. (nawi)

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